Update #3: Der neue Rechner

erstellt am: 06.08.2017 | von: Sven | Kategorie(n): Allgemein

In meinem letzten Eintrag habe ich ja angedroht, dass ich Ende Juli mein neues Gehäuse baue. So ist es auch gekommen und habe mir zwei Wochen Urlaub gegönnt, der effektiv aber irgendwie gar kein Urlaub war. Ich fuhr zu meinen Eltern, weil da hatte ich einfach viel mehr Platz und Daddy das Werkzeug.

Wie immer wenn man etwas selber baut, tauchen Dinge auf, die man nicht in seinem Plan hatte. Und das kostete mich einige Tage. Ich verlor einfach fast die komplette erste Woche, weil die Holzplatten fehlten. Als ich sie dann hatte merkte ich, dass sie einfach zu groß waren um sie alleine schneiden zu können. Zumindest nicht mit dem Werkzeug das ich hatte. Blöd! Aber okay. Es gab ja auch noch kleine Sachen zu tun, wie das Sleeven der Kabel. Und da kam der nächste Mist: Man braucht dafür Schrumpfschlauch. Jeder normale Baumarkt müsste das ja haben. Denkste! Die hatten nur so blöde Sets, wo so kleine Schnipsel von jedem Durchmesser waren. Ich brauchte aber Meterware. Okay. Da war es schon Mittwoch der ersten Woche und ich habe noch NICHTS angefangen. Meine Laune war dementsprechend nicht so hoch im Kurs… Lösung war dann doch, es einfach im Internet zu bestellen. Bei unserem guten Kumpel Amazon. Habe mir dann auch mal Express gegönnt, damit ich es Donnerstags habe. Und dann ging der Scheiß weiter. Zwei Tage lang kam die Post einfach nicht. Einfach so: Nö. Das konnte nicht wahr sein. Und zack. Zwei weitere Tage vergingen und ich bin zu nichts gekommen. Mittlerweile war es Samstag. Aber das war der Tag an dem ich starten konnte: Mein Vater war zuhause und konnte mir helfen die ersten Platten zu schneiden.

Mittlerweile war mein „Express“-Paket auch da. Sehr toll. Aber jetzt lag die Prio auf dem zuschneiden der Platten. Boah und das dauerte auch. Wenn man keine riesige Tischkreissäge hat wie die Tischler, ist das echt blöd diese großen Platten zu schneiden. Aber naja, die guten alten Böcke von Opa aus der Garage geholt, ein Vierkantprofil aus Alu für die Führung der Säge und dann gings los.

Ausgemessen, angelegt und dann geschnitten.

Wuhu, und Ihr glaubt gar nicht, wie viel man sägen muss. Die Stunden verstrichen und die Tage fühlten sich an, als hätten sie nur drei Stunden. Echt verrückt und ein bisschen Panik bekam ich auch, dass ich es nicht schaffe und ich ohne funktionierenden Rechner nach Hause fahren müsste.

Abends, ab 22 Uhr, habe ich die Kabel gesleevt vom Netzteil. Den 24 Pin-Stecker, die PCI-E-Kabel und die Stromversorgung für die CPU.

Einmal das Ding auseinandergepfückt und alles beschriftet, damit ich es in der richtigen Reihenfolge wieder zusammen bekomme. Wäre sonst echt traurig, wenn ich dadurch alle neuen Teile gegrillt hätte.

Tagsüber habe ich aber das Gehäuse weiter gebaut: Nuten gefräst und den Spaß mal zusammengesteckt.

 

Das Gehäuse hat am Ende einen doppelten Boden und eine doppelte Rückwand. Ich wollte einfach Stauraum haben für den ganzen Krempel, den man in einem Rechner nicht sehen will. Wie z.B. das Netzteil und die SSDs. Das habe ich alles zwischen die beiden Böden gesteckt und in der Rückwand verlaufen alle Kabel. Damit dann jedes Kabel auch an die richtige Komponente kommt, habe ich in die „innere“ Rückplatte Aussparungen gesägt bzw. gefräst. Vorher natürlich geguckt wie ich wo was montiere:

Dabei musste ich auch darauf achten, dass der Ausgleichsbehälter nicht allzu weit vom Radiatorausgang weg ist, da ich nur 80cm Röhren hatte und somit nicht viel Spiel. Auf Spannung kann man (und sollte man nicht) die Wasserkühlung einbauen. Nicht, dass das Projekt am Ende ins Wasser fällt.

Wir sind mittlerweile schon bei Freitag. Der letzten Woche. Fuck! Okay, alles egal was sonst noch zu tun war, ich musste anfangen mit lackieren, das wäre sonst nichts mehr geworden. Ich musste Sonntag ja wieder gegen Norden fahren.

Das lackieren ging glücklicherweise recht schnell, aber was dauert ist das Aushärten des Lackes… Und ich musste zwei Seiten lackieren. Ende vom Lied ist, dass ich Samstag Abend alles lackiert hatte. Ja lackiert, aber das Ding war noch in Einzelteilen, Komponenten sind nicht verschraubt und die Röhren der Wasserkühlung sind auch noch nicht gebogen. Ich stand ziemlich unter Strom…

Sonntag morgen begann ich einfach damit, das Gehäuse zusammenzusetzen, wissend, dass der Lack noch nicht ausgehärtet war. Ich habe einfach auf mein seltenes Glück gehofft, dass nichts schief läuft. Wirklich was schief gelaufen ist nichts, nur mir fiel auf, dass ich die Gitter vergessen hatte für die Luftzufuhr… Scheiße! Die Zeit verging und ich musste ja noch nach Hamburg den Tag… Egal da musste ich durch und habe das noch alles zurecht geschnitten, bevor ich die Platten des Gehäuses verschraubte.

Für so einen Schnellschuss sieht das, glaube ich, ganz gut aus. Trotzdem blöd von mir.

Das zusammenbauen hat trotzdem dann noch Zeit gekostet: Zusammenstecken, Löcher vorbohren und verschrauben. Da war es auch schon kurz vor 18 Uhr und ich hatte noch keinen funktionierenden Rechner. Ich war ziemlich angepisst. Okay, bevor ich sonst wann losfahre, habe ich mir Werkzeug eingepackt und alles was da sonst noch rumlag mit in mein Auto geworfen.

Den Rest der Story gibt es dann in dem nächsten Post. Wo es dann um den finalen Teil geht, wie den Einbau der Wasserkühlung… =)

Bis später!

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